News

Am 16. Februar 2020 von 15-18 Uhr bietet das Deutsche Kinemathek Museum für Film- und Fernsehen erstmalig einen öffentlichen Trickfilm-Workshop mit DGS an. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl allerdings begrenzt. Bei Interesse bitten wir um eine Anmeldung unter: bildung@deutsche-kinemathek.de.

Alle wichtigen Informationen zum Workshop finden sich in folgendem Video (in DGS): https://vimeo.com/387250417.

Außerdem finden Sie eine Veranstaltungsbeschreibung in der anhängenden Datei und auf unserer Facebook-Seite unter: https://www.facebook.com/events/645179272902735/.

Flyer

Familie Wilsch/Specht sucht ab sofort bis 3.7.2020 mehrere Dolmetscher/innen (ca. 80 km Umkreis von Wiesbaden) für Ihre Tochter Elisabeth.

Es wurden Gebärdensprachdolmetscher für die Sprachenfächer Deutsch, Englisch und Latein (Dienstag bis Freitag) bewilligt.

Zeitplan, Stundenplan und Schuladresse geben wir bei Interesse per Email bekannt.

Elisabeth ist an Taubheit grenzend schwerhörig. Wir Eltern sind gehörlos. Zu Hause wird hauptsächlich gebärdet. Unsere Tochter braucht in der Schule sehr dringend eine Unterstützung mit DGS. Sie geht in die 6. Klasse. In der Klasse sind zwei weitere hörschädigte Schüler, die allerdings lautsprachorientiert sind. Die Klassenlehrerin kennt sich mit Hörschädigung und DGS gut aus.

Bitte melden Sie sich. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung: Per E-Mail bei der Mutter Jana Wilsch unter: jana.wilsch@web.de

Familie Wilsch/Specht aus Wiesbaden

Bereits zum 7. Mal in Folge suchte das auf hör-, sprach- und kommunikationsbeeinträchtigte junge Menschen spezialisierte Berufsbildungswerk Leipzig die Gebärde des Jahres.
Die diesjährigen Gebärden wurden beim Tag der offenen Tür im Berufsbildungswerk Leipzig, zum Tag der Gehörlosen bei einer Veranstaltung vom Stadtverband der Hörgeschädigten Leipzig e.V. und bei der Kulturpreisverleihung der Gehörlosen „Goldene Krone“ aufgenommen.

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Nachruf Heiko Zienert

Kreuz mit Ähre

In Gedenken an Heiko Zienert

Es gab mal eine Zeit, da war Gebärdensprache nicht selbstverständlich, da mussten Gehörlose versteckt und heimlich in Gebärdensprache kommunizieren. Ziel der Pädagogen und Fachleute war die größtmögliche Anpassung an die Lebenswelt Hörender und ihrer Lautsprache – Bevormundung und ein ständiger Kampf um eigene Rechte waren an der Tagesordnung.

Wenn wir heute unsere hörgeschädigten Kinder sehen, wie selbstbewusst sie die Gebärdensprache verwenden und auch dafür einstehen – dann ist einer, dem wir dafür Dank schulden, Heiko Zienert.

Er war ein unermüdlicher Kämpfer für die Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache. Mit seiner unverwechselbaren Art, seiner Dickfelligkeit und Zielstrebigkeit, hat er als einer der Gründungsväter der DGS, den Weg bereitet, dass die Gebärdensprache den Status einer vollständigen, gleichwertigen und eigenständigen Sprache erhalten hat. Wir sind dankbar, dass dadurch auch bilinguale Unterrichtskonzepte und ein selbstbewussterer Umgang Gehörloser mit der Gebärdensprache Einzug im deutschen Bildungssystem gehalten haben.

Wir möchten uns daran erinnern, welche Auswirkung und Bedeutung der Kampf um die Anerkennung der Gebärdensprache auch für unsere hörgeschädigten Kinder hatte und bis heute hat. Deshalb dürfen wir nicht müde werden, im Sinne von Heiko weiter zu kämpfen. Weiter für unsere Rechte einzustehen – darin ist und bleibt Heiko Zienert uns immer ein Vorbild!

Der Bundeselternverband spricht den Hinterbliebenen sein Beileid aus und trauert um einen wertvollen Weggefährten im gemeinsamen Kampf um die Rechte gehörloser Menschen!