Presse

Zur Umsetzung des European Accessibility Act bzw. der Richtlinie (EU) 2019/882 über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Referentenentwurf für ein neues Barrierefreiheitsgesetz vorgelegt.

Eine DGS-Zusammenfassung der Pressemitteilung 05/2021 gibt es unter diesem Link auf YouTube: https://youtu.be/fWA5CeQ3sN4

Der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) begrüßt die Umsetzung des European Accessibility Acts grundsätzlich, fordert aber noch deutliche Nachbesserungen. Insbesondere soll mit dem Gesetz eine inklusivere Gesellschaft geschaffen werden, in der alle Personen gleichen Zugang zu Produkten und Dienstleistungen haben. Menschen mit Behinderungen soll mit dem neuen Gesetz ein unabhängigeres Leben ermöglicht werden. Dies ist auch Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), wonach die Mitgliedstaaten Maßnahmen treffen müssen, um für Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Zugang zu Produkten und Dienstleistungen zu gewährleisten. Der DGB hat seine Forderungen in einer umfangreichen Stellungnahme zu dem Gesetz formuliert. Die Stellungnahme begründet insbesondere, warum eine „maximale“ Umsetzung der Barrierefreiheitsanforderungen noch keine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft bewirkt. Die vollständige Pressemitteilung kann hier (http://gehoerlosen-bund.de/browser/4223/dgb_05_2021_pressemitteilung_BFG_EAA_final.pdf) gelesen werden und gibt die Stellungnahme in Kurzform auf einer Seite wieder. Sie ist auch angehängt. Zur ausführlichen Stellungnahme (7 Seiten) geht es hier: http://gehoerlosen-bund.de/browser/4224/dgb_02_2021_stellungnahme_Umsetzung_EAA_BFG_final.pdf

Pressemitteilung

 

Am 13. März – dem Jahrestag des Corona-Lockdowns  – veranstaltet die Initiative KulturMachtPotsdam einen digitalen Aktionstag zum Thema Kultur.
Das komplette Familien-Programm von 14.30-16.00 Uhr wird durch Untertitel, Übersetzungen von tauben Kindern oder CODAs und tauben Performer:innen sowie durch live-Dolmetschung zugänglich gemacht. Das Programm kann über einen Livestream im Hans Otto Theater Potsdam mitverfolgt werden.
Barrierefreiheit für taube Menschen ist der Initiative ein wichtiges Anliegen. Schwerpunktmäßig bieten zum Beispiel das Hans Otto Theater seit über 25 Jahren in Gebärdensprache gedolmetschte Theateraufführungen für die Zielgruppe der tauben Kinder und Jugendlichen an. Daher hat sich die Initiative für die barrierefreie Gestaltung des Kinder- und Familienprogramms entschieden.
Auch im Nikolaisaal Potsdam gibt es für Erwachsenen einige barrierefreie Angebote an diesem Tag.
Die Veranstaltung ist kostenlos!
Das Programm und den Zugang dazu findet man auf www.kulturmachtpotsdam.de

Der Deutsche Gehörlosen-Bund freut sich, die neue Webseite für die bimodal-bilinguale Bildung mit Gebärdensprache bekanntzugeben. Unter bbbgs.net – die drei B stehen für bimodal, bilingual und Bildung – können sich Interessenten in fünf verschiedenen Themenbereichen gezielt zu bimodal-bilingualer Bildung informieren. Die fünf Bereiche sind „Frühförderung und Elternarbeit“, „Schulische Bildung“, „Berufliche Bildung“, „Gebärdensprache und Deaf Studies“ sowie „Medien“. Alle fünf Bereiche sind bereits mit einer Anzahl an weiterführenden Links ausgestattet und sollen nach und nach mit Beiträgen und später auch mit Filmen vom Bildungskongress gefüllt werden.

Außerdem freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass der vierte Bildungskongress des Deutschen Gehörlosen-Bundes, ursprünglich im September 2020 in Landshut geplant, nun endgültig am 16. und 17. April 2021 stattfinden wird! Um die Durchführung unabhängig von der Pandemieentwicklung sicherstellen zu können, haben wir uns entschlossen, den Kongress komplett online abzuhalten. Die guten Erfahrungen mit diesem Format aus den letzten Monaten haben uns bestärkt, die Videobeiträge für die angemeldeten Besucher/-innen bereits vorab zu veröffentlichen. Sie werden auch am 16. und 17. April gezeigt, anschließend findet eine Live-Fragerunde mit den Referent/-innen zu jedem Schwerpunktthema statt. Um die Augen zu entlasten, erfolgen die Vorträge in kurzen Blöcken mit angemessenen Pausen dazwischen.  (mehr …)

Presseinformation

Das 5. Kurzfilmfestival „KLAPPE AUF!“ geht an den Start
Motto: Das Leben als Achterbahnfahrt

Hamburg, 25. Januar 2021. Seit Mitte Januar 2021 läuft die Einreichfrist für die fünfte Auflage des einzigartigen Kurzfilmfestival „KLAPPE AUF!“. Was ist das Besondere? „KLAPPE AUF!“ ist inklusiv und macht Kino für alle zugänglich. Zum Auswahl- und Organisationsteam des Festivals gehören Menschen mit und ohne Behinderung. Veranstaltet wird das Festival, welches vom 1. bis 3. April 2022 in Hamburg stattfindet, von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.

„Wir sind davon überzeugt: Inklusion ist kein Thema ausschließlich für Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir leben den Besucher*innen unseres Festivals vor, dass sich Professionalität und Qualität einer Veranstaltung nicht durch Inklusion ausschließen“, erklärt Andreas Grützner, Festivalleiter von „KLAPPE AUF!“. „Diese Grundidee zeigt sich sowohl in der Umsetzung des Festivals als auch in der Filmauswahl. Die Filme sollen sich nicht zentral mit dem Thema Behinderung oder Inklusion befassen, sondern vielschichtig und künstlerisch anspruchsvoll sein. Entscheidend ist für uns dabei, dass die Filme so viele Menschen wie möglich erreichen.“

So hat sich „KLAPPE AUF!“ seit 2013 – als das Festival erstmalig stattfand – über die Grenzen Hamburgs und Deutschlands hinaus zu einer guten Adresse für Filmschaffende und Filmfans entwickelt. Über 2.000 Beiträge erreichten das Festival-Team zur Auswahl für das letzte Festival im Jahre 2019. Von der Sichtung, über die Auswahl der Festivalbeiträge bis hin zum Start auf dem roten Teppich ist das inklusive Team rund ein Jahr lang mit der Veranstaltung beschäftigt. „KLAPPE AUF! findet national und international immer größere Wahrnehmung und Wertschätzung“, so Hanne Stiefvater, Vorständin der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. „Mit der Sichtbarkeit wächst auch das generelle Interesse an inklusiven Kulturveranstaltungen.“
Einreichfrist bis Ende April 2021
Das diesjährige Festival-Thema „Achterbahn“ passt in unsere bewegte Zeit und ist nicht nur im wörtlichen Sinne gemeint. „Es soll gerade auch um die Achterbahn unseres Lebens gehen, um das Auf und Ab von Gefühlen, im Miteinander mit anderen Menschen oder der Umstände, die uns prägen“, so Andreas Grützner. Filme aller Genres sind willkommen, Beiträge können von allen eingereicht werden, die Lust am Filmemachen haben.
Die Einreichfrist endet am 30. April 2021. Die Filme sollten eine maximale Länge von 30 Minuten nicht überschreiten. Aufgrund der späteren barrierefreien Bearbeitung der Filme mit deutscher Audiodeskription für Menschen mit Sehbeeinträchtigung und Untertiteln können nur deutschsprachige Filmeinreichungen oder Filme ohne Dialog akzeptiert werden.
Die Filme dürfen nicht vor dem 1. Januar 2019 produziert sein. Es werden drei Jurypreise (1.500 €, 1.000 €, 500 €) und ein Publikumspreis (1.000 €) vergeben.
Zusätzlich gibt es einen Teampreis (1.000 €), der vom inklusiven Festivalteam verliehen wird.

Einsendungen und weitere Informationen

KLAPPE AUF! Kurzfilmfestival
Andreas Grützner
Große Bergstraße 264-266
22767 Hamburg
Internet: www.klappe-auf.com
E-Mail: info@klappe-auf.com

Über die Evangelische Stiftung Alsterdorf

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein modernes und vielseitiges, diakonisches Dienstleistungsunternehmen. Im Mittelpunkt der Arbeit der ca. 6.500 Mitarbeitenden steht der Mensch mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Aufgabenfelder sind vielseitig. Es gibt Assistenz-, Wohn- und Bildungsangebote für Menschen mit Behinderung sowie Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe. Medizinische und therapeutische Behandlungen in den Krankenhäusern der Stiftung gehören ebenso zum Schwerpunkt der Arbeit wie Bildungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen sowie Seniorenhilfe und Pflege.

Kontakt

Evangelische Stiftung Alsterdorf
Öffentlichkeitsarbeit

Ingo Briechel

Telefon 0 40.50 77 3796
Fax 0 40.50 77 35 78
ingo.briechel@alsterdorf.de
www.alsterdorf.de

Verantwortlich: Evangelische Stiftung Alsterdorf, Bereichsleitung Kommunikation, Güde Lassen/ Katja Tobias,
Tel.: 0 40.50 77 35 22 – www.alsterdorf.de

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Liebe Mitglieder,

mit der »Zeitlupe«, dem Geschichtenpodcast zum Sehen und Hören ist ein einzigartiges bilinguales Bildungsprojekt online gegangen. Geschichten in Laut- und Gebärdensprache. Geschichten, die Kinder stärken sollen und Mut machen, sich gegen Ungerechtigkeit und für mehr Mitmenschlichkeit einzusetzen.

Link zur »Zeitlupe« https://zeitlupe-podcast.de/

Zeitlupe