Wissenswert

Gebärdensprache Umsetzten – Aktion zur Bekanntmachung des UN BRK Artikel 24
Bildung ist „Ländersache“ – aber was, wenn ein Gesetz bundesweit mangelhaft
umgesetzt wird?

Liebe Eltern und Unterstützende,
gerade ist die Petition ”Gebärdensprache umsetzen! Bilingual – bimodal – endlich normal!*” bundesweit gegangen! Alle Landtage und der Bundestag sollen sich zukünftig mit dem Thema Bildung und Gebärdensprache befassen. Daher benötigen wir aktuell so viel Aufmerksamkeit wie möglich – dafür brauchen wir Eure Hilfe:

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In Deutschland wird das Thema „Gebärden“ immer wichtiger. Dies gilt besonders für das Thema „Gebärden in der Sprach- und Kommunikationsförderung“.

In diesem Buch von Birgit Appelbaum (Akademische Sprachtherapeutin, DGS-kompetent, UK-Coach©) werden unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten mit Gebärden beschrieben. Das Buch gibt viele Hilfen und Anregungen, z.B. zu Büchern, Materialien und Internetadressen. Das Buch ist eigentlich für Therapeutinnen geschrieben, aber auch für Eltern oder andere Berufsgruppen interessant. Man kann es gut lesen und findet viele Abbildungen und Hilfen im praktischen Umgang mit Gebärden: Was muss ich tun, damit ich ein guter Gesprächspartner für mein Kind bin? Wie kann ich Bilderbücher mit Gebärden lesen? Und wie sieht eigentlich eine sprachtherapeutische/logopädische Stunde mit Gebärden aus?

Ziel des Buches ist es außerdem, einen selbstverständlicheren Umgang mit Gebärden zu unterstützen.

Am 1.3.2016 hatte das Sozialgericht Koblenz entschieden (Aktenzeichen S 14 KR 760/14), dass die Krankenkasse die Kosten für Gebärdensprachkurse übernehmen muss. Der Kläger ist 1998 geboren und an Neurofibromatose Typ II erkrankt.

Durch diese Krankheit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine vollständige Taubheit eintreten wird. Deshalb sei es wichtig, dass frühzeitig die Gebärdensprache erlernt wird, so das Gericht.

Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil die Krankenkasse Berufung eingelegt hat. Das Berufungsverfahren ist unter dem Aktenzeichen L Kr 63/16 beim Landes-Sozialgericht Rheinland-Pfalz in Mainz anhängig.