Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Hörschädigung auf dem Weg zur Inklusion am Beispiel der Karl-Luhmann-Heime

Strunk.jpg-1080pDer Workshop wurde von Frau Barbara Strunk geleitet. Sie ist schon viele Jahre im Verein „Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V. und Gemeinnützige GmbH für hörgeschädigte Menschen“ tätig. Anhand einer Power-Point-Präsentation stellte sie uns den Verein und deren Entwicklung vor. Sie unterstützen und begleiten hörgeschädigte Menschen mit und ohne zusätzliche Behinderung bei der Eingliederung in die Gemeinschaft und bieten Arbeit, Wohnen, Bildung und Beratung an. Zu diesem Verein gehören ein eigener Sozialdienst, die Karl-Luhmann-Heime und die Werkstatt für hörgeschädigte Menschen in Osnabrück.

Bei dem eigenen Sozialdienst sind neben Beratungsangeboten, Projekt-, Kultur-, und Öffentlichkeitsarbeit wichtige Aufgaben.

Goedecker.jpg-1080pDie Karl-Luhmann-Heime sind eine Einrichtung mit differenzierten und vielfältigen Wohnangeboten für hörgeschädigte Kinder, Jugendliche, erwachsene Menschen und Senioren mit zusätzlichen Behinderungen. Der Einrichtung ist es wichtig für die Menschen ein Wohnangebot zu machen in dem sie sich Zuhause fühlen. Das heißt, es sollen Möglichkeiten der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft entsprechend der individuellen Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes Einzelnen ermöglicht und verwirklich werden.

Die Werkstatt für hörgeschädigte Menschen hat einen Berufsbildungsbereich innerhalb und außerhalb der Werkstatt mit Bildungsbegleiter. Es gibt differenzierte Arbeitsbereiche z.B. in den Werkstatträumen, außerhalb der Werkstatt (Außenarbeitsplätze), Praktika in Firmen, Förderung Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt usw.

Bei der umfangreichen Präsentation wird deutlich, dass der Verein sich dem demografischen Wandel anpassen musste und hat sich diesem auch gestellt. Auch Inklusion kann unter den entsprechenden Rahmenbedingungen durchaus gelingen, was seine Zeit braucht. Durch Vernetzung und Kooperationen mit anderen Einrichtungen wie z. B. mit der Montessori-Schule schaffen sie optimale Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit. Demnächst werden sie sich mit der „Heilpädagogische Hilfe Osnabrück“ zusammenschließen. Beide Vereine wollen ihre Angebotsbreite für Menschen mit unterschiedlicher Behinderung vergrößern und zugleich als kompetenter und starker Akteur die Interessen der Betroffenen vertreten. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“. So begeben sie sich weiter auf dem Weg zur Inklusion.

Maren Reinking im Juni 2015