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Regelschule für gehörlose Kinder

Abschlußbericht des Modellprojektes an der Friedrich-List-Schule in Frankfurt/Nied in Frankfurt am Main

Das Modellprojekt „Gehörlose Kinder mit Gebärdensprach Dolmetscherinnen“ an der an der Friedrich-List-Schule in Frankfurt/Nied endete nach sechsjähriger Laufzeit zum Schuljahresende 2003/2004.
Im Schuljahr 2003/04 besuchten 20 Kinder die Klasse 4a, davon zwei gehörlos (gl). Björn und Luis haben vier Jahre an diesem Projekt teil-genommen und sehr viel vom Unterricht dort profitiert. Zum Ende des vorigen Schuljahres waren zwei andere gl Kinder aus-geschieden, wodurch das Projekt leider etwas Schwung verlor.

Wie im vergangenen Schuljahr wurde das Projekt auch in diesem Schuljahr hauptsächlich aus Stiftungsmitteln des Sozialamtes der Stadt Frankfurt finanziert. Dazu kamen diverse Spenden. Auch das Hessische Sozial-ministerium beteiligte sich mit einem Zuschuß.

Die Haltung der Schulleitung und Lehrkräfte gegenüber dem Projekt war nach wie vor konstruktiv und entgegenkommend. Die Schule ist auch in Zukunft bereit, gl Kinder aufzunehmen, falls einige Änderungen – hauptsächlich bezüglich des Deutschunterrichtes – konzeptionell berücksichtigt werden und die Finanzierung gesichert ist.

Der in der Mitte des vergangenen Schuljahres begonnene Englischunterricht wurde beibehalten. Der Mathematikunterricht verlief erfreulich normal. Textaufgaben waren für die gl. Kinder mehr und mehr machbar. Beim Sachunterricht wurde deutlich, daß zwar die Stoffaufnahme und das inhaltliche Verständnis wie bei hörenden Kindern sind, daß bei Tests aber das exakte Erfassen des Frageninhalts und die schriftliche Stoffwiedergabe Probleme bereiteten. Man kann sagen, daß die gl Kinder, wenn sie „mündlich“, d. h. in DGS oder mit Multiple Choice geprüft worden wären, mehr gewußt hätten.

Im Deutschunterricht stießen die gl Kinder ganz klar an ihre Grenzen. Allen am Projekt Beteiligten wurde immer klarer, daß Deutsch für gl Kinder als Fremdsprache betrachtet und entsprechend unterrichtet werden muß. Die Lautsprachförderung der gl Kinder erfolgte im vergangenen Schuljahr weiterhin einmal wöchentlich durch Fach-personal. Die gl Kinder lernten dort vor allem mit PMS (Phonem-bestimmtes oder lautsprachbezogenes Manual-System), mit Hilfe dessen es mit der Zeit und bei entsprechendem Talent möglich wird, gezielt Laute bis hin zu Sätzen mehr oder weniger verständlich zu produzieren. In der Schulsituation klappte das bei den gl Kindern schon gut, aber alltagstauglich war das noch nicht. Im November 2003 wurde damit begonnen, für die beiden gehörlosen Kinder einmal pro Woche eine Stunde Gehörlosenkultur anzubieten. Idealerweise hätte ein gehörloser Erwachsener diese Stunde abhalten müssen, der aber nicht gefunden wurde.

Die gl Begleitperson kam in diesem Schuljahr dreimal wöchentlich nach dem Unterricht in die Schule, um mit den gl Kindern Hausaufgaben zu machen und Inhalte zu erklären. Nach einigen Wochen im neuen Schuljahr regte die

Klassenlehrerin an, daß die Kinder in dieser Zeit nur noch Deutsch-aufgaben machen und deutsche Grammatik üben sollten, um die schriftliche Ausdrucks-fähigkeit und bei einem Kind besonders das Textverständnis zu verbessern. Mathematikaufgaben sollten zu Hause erledigt werden.

Die gehörlose Begleitperson war in ihrer kompetenten und verständnis-vollen Art eine große Entlastung für die Eltern der gl Kinder und als „Identifikationsfigur“ für die gl Kinder nicht wegzudenken.
Mit fesselnden Geschichten gelang es ihr, auch die Lesebereitschaft der gl Kinder zu steigern. Die Verwendung der eigenen Sprache in der Schule durch die meistens anwesenden DGS – Dolmetscherinnen bedeutete eine Wahrung der Identität dieser gehörlosen Kinder. Dazu haben auch die Kontakte zu gl Familien in der Freizeit beigetragen.

In diesem Schuljahr wurden Gebärdensprachkurse für die hörenden Kinder an der Schule angeboten, die gut und gerne besucht wurden, übrigens überwiegend von Schülern aus Parallelklassen der 4a. Finanziert wurden diese Kurse durch die Eltern der teilnehmenden Kinder und durch Zuschüsse des Fördervereins.

Alle am Projekt beteiligten gehörlosen und hörenden Kinder haben während der sechsjährigen Projektdauer an der Friedrich-List-Schule sehr viel gelernt. Ziel dieses Projektes war es gleiche Bildungschancen von gl Kindern durch lernzielgleichen Unterricht unter Wahrung der eigenen Identität zu realisieren. Das Projekt war ein großer Schritt in diese Richtung, waren doch die Lernangebote und Lernziele dieselben wie bei den hörenden Kindern.

Die gl Kinder haben durch die gedolmetschten Inhalte im Unterricht und den täglichen Kontakt mit Hörenden einige Kenntnisse über die Kultur Hörender erhalten und sind ein gutes Stück sowohl sozial als auch kognitiv auf die Anforderungen im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag einer überwiegend hörenden Umwelt vorbereitet.

Dennoch kann man bei diesem Modell nicht von gleichen Bildungschancen sprechen. Aus Sicht der Beteiligten könnten gemäß der Leistungsbereitschaft und dem Leistungsvermögen der Kinder Korrek-turen etwa wie folgt aussehen: Ab der 1. Klasse DGS Unterricht für gl Kinder. Ab der 1. Klasse Deutsch als fremdsprachlicher Unterricht für gl Kinder. Ab der 1. Klasse DGS als fremdsprachlicher Unterricht für hörende Kinder. Später gemeinsamer Unterricht in Kultur Gehörloser bzw. Kultur Hörender. Gemeinsamer Unterricht in Mathematik, Sach-, Kunst-, Musik-, Religions- und Sportunterricht. Unterricht erfolgt durch gl Lehrkräfte oder hörende Lehrkräfte plus Dolmetscherinnen.

Ziel dieses Projektes war es auch, dass hörende und gl Kinder lernen sich aufeinander einzustellen. Dies ist insoweit gelungen, als die Kinder gelernt haben, miteinander klarzukommen. Das ging aber nicht soweit, dass ein sprachlich differenzierter Austausch stattfand, obwohl sich beide Mühe gegeben haben. Ohne Gebärdensprachunterricht ab der 1. Klasse für hörende Kinder klappt das nicht.

Angesichts der unsicheren finanziellen Situation des Projektes und den hohen Belastungen für die Kinder und ihre Eltern entschieden sich beide Familien, nach der 4. Klasse nicht mehr am Projekt teilzunehmen.

Marliese Latuske/Lothar M. Wachter

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Über uns

„Eltern beginnen immer am gleichen Punkt und alle müssen ganz persönlich denselben mühsamen Weg gehen. Sie gilt es aus gemeinsamer Verantwortung zu begleiten, da mit uns auch jemand gegangen ist.“

Peter Donath, Ehrenvorsitzender BGK

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Magdalena Stenzel
Carolinenstraße 10
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