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 Karin Kestner       

                       „Wir müssen die Mauern zum Einstürzen bringen!“

…dies war Karins Leitgedanke, wann immer es um das Wohlergehen hörbehinderter Kinder ging. Mauern zum Einstürzen zu bringen bei den Gehörlosenpädagoginnen und -pädagogen, die noch in der Denkweise einstiger „Taubstummenlehrer“ verharrten. Mauern einstürzen lassen, wenn es um die Anerkennung der Gebärdensprache im Unterricht ging. Die Mauern der Perspektivlosigkeit bei Medizinern, die nur auf das Defizit der Hörschädigung fokussiert sind, zu sprengen und gehörlosen Kindern das Recht auf Bildung in inklusiven Unterrichtssettings gemeinsam mit anderen Kindern ohne Hörbehinderung durch den Einsatz von Dolmetscherinnen zu ermöglichen. Mauern bei Institutionen und Politikerinnen und Politikern zum Einstürzen bringen, die im Gestern leben und keine Visionen für ein barrierefreies Leben gehörloser Menschen entwickeln wollten oder konnten.

Karin hat in vielen Bereichen mit ihrer unnachgiebigen Art, ihrem unbedingten Willen, für gehörlose und hörbehinderte Kinder das Recht auf selbstbestimmtes Leben ohne Vorgaben derer, die glauben, es besser zu wissen, erkämpft. Niemals wieder sollten gesellschaftliche oder politische Entscheidungen zu Nachteil hörbehinderter Kinder getroffen werden.

Ja, manchmal war sie unbequem und streitbar. Auch in unserem Verband hatten wir Diskussionen mit Karin geführt. Aber manchmal helfen Auseinandersetzungen dabei konstruktive neue Ideen zu entwickeln. Karin gab uns mit auf den Weg, dass es sich immer lohnt zu kämpfen.

Karin hat vielen Eltern geholfen. Sie war einfach für sie da und telefonierte – wenn Eltern den Bedarf hatten – auch bis tief in die Nacht hinein mit ihnen. Karin hat bei entscheidenden nervenaufreibenden Antragstellungen und Gerichtsverfahren bis zuletzt mitgewirkt und unzähligen Familien so zu ihrem Recht verholfen.

Sie genoss es, die Freude von Kindern zu sehen, die das Leben lieben – gerade auch mit oder vielleicht wegen – einer vorhandenen Hörbehinderung.

Das Ausmaß ihres Lebenswerks zum Wohl hörbehinderter Kinder lässt sich nicht an Preisen messen, aber wir werden es daran erkennen, wie sehr sie uns und unseren Kindern nun fehlen wird.

Karin, deinen Einsatz werden wir immer in dankbarer Erinnerung behalten!

Im Namen des Vorstands und der Mitglieder des BgK e.V.

Katrin Pflugfelder und Kathrin Löffelholz

 

 

 

 

 

 

 

„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.“
(Albert Schweitzer)

Mit den ersten Frühlingsanzeichen ist auch der Startschuss für die Anmeldephase zur europäischen Familientagung, dem FEPEDA EUROFEST – Germany 2019, eröffnet. Es wird in der letzten Ferienwoche der hessischen Sommerferien stattfinden und mitten im Naturpark des Hochtaunus veranstaltet.
Meldet Euch an und erlebt eine tolle und unvergeßliche Zeit!

Link zum Anmdeldeformular:  https://goo.gl/forms/jIqhRjuheXnIDtZC2

Die Stadtbibliothek Neuss bietet dieses Jahr an sechs Terminen das Bilderbuchkino Lesebär gerichtet an Kinder im Vorschulalter mit Gebärdendolmetscher an:

04.07.2019, 15.00 Uhr: „Jim Knopf und der fliegende Teppich“ von Michael Ende.
Jim und Lukas entdecken auf dem Dachboden von König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften einen alten Teppich. Zwar ist der ganz verstaubt und hat ein Loch, aber Jim sieht sofort, dass irgendetwas an ihm besonders ist. Und er hat recht! Kaum ist das Loch gestopft, erhebt sich der Teppich und saust davon – und zwar mitsamt Jim und Lukas!

22.08.2019, 15.00 Uhr: „Der einsamste Wal der Welt!“ von Martin Baltscheit.
Es gibt einen Wal, dessen zu hohe Stimme die anderen Wale nicht hören können. 1989 wurde an der Westküste der USA von einem U-Boot-Abwehr-Hydrophon der US-Marine erstmals der Gesang eines Wales aufgenommen, der aufgrund eines angeborenen Sprachfehlers viel, viel höher sang als alle anderen Wale. Man geht davon aus, dass andere Wale ihn nicht hören und er andere nicht hören kann. Der Wal lebt unter dem Namen „52 Hertz“ als „der einsamste Wal der Welt“ allein im Pazifik und wird seit Jahren wissenschaftlich begleitet.

05.09.2019, 15.00 Uhr: „Der kleine Käfer Skarabäus“ von Werner Holzwarth.
Der kleine Käfer Skarabäus dreht Tag für Tag kugelrunde Kugeln. So, wie es sich für einen Mistkäfer gehört. Und so, wie es auch alle anderen Käfer machen. Doch eines Tages beschließt         Skarabäus: „Ich drehe jetzt was Eckiges!“ Die anderen Käfer sind empört! Doch schon bald zeigt sich, was alles möglich ist, wenn man sich nur die Freiheit nimmt.

10.10.2019, 15.00 Uhr: „Papa kann fast alles“ von Günther.
Eine warmherzige und humorvolle Geschichte über den besten Papa der Welt, der alles kann. Naja, fast alles … Aus Sicht der Kinder wird voller Stolz und Liebe erzählt, was Papa zu ihrem absoluten Helden macht. Er kann Butterbrote schmieren, Auto fahren, Spielzeug reparieren und noch ganz viel mehr.

24.10.2019, 15.00 Uhr: „Wie man Gespenster verjagt“ von Stefan Gemmel.
Manchmal bekommt Finn abends Besuch von einem Gespenst. Aber anstatt vor ihm Angst zu haben, tritt Finn dem Gespenst mutig entgegen. Er stellt sich vor, dieses Wesen wäre viel kleiner, hätte lustige Kulleraugen, oder Blümchen im Gesicht, oder überall kleine Sternchen … Und so verwandelt Finn das gruselige Gespenst in ein kleines liebenswertes Kuschelkissen.

21.11.2019, 15.00 Uhr: „Darf ich mitkommen?“ von Brian Patten
Kinder lieben es, auf Entdeckungsreise zu gehen. Und für ganz Kleine sind alle Abenteuer riesig groß! Wie gut, wenn es neugierige Begleiter gibt. Denn gemeinsam macht es noch viel mehr Spaß, sich auf den Weg zu machen. Die Geschichte erzählt vom Abenteuer einer winzig kleinen Maus, die sich aufmacht, das größte Tier der Welt zu finden. Einer nach dem anderen fragen die Maus, ob sie mitkommen dürfen. Und so begleiten sie z. B. ein Frosch, ein Hund, eine Ziege, ein Tiger und sogar ein Eisbär. Und am Meer entdecken sie es alle gemeinsam. Es schwimmt wie eine Insel im Meer. Das größte Tier der Welt ist der Wal!

Für Kinder im Alter von 8-14 Jahren!

WANN: 29.07. – 03.08.2019

Neue Eindrücke warten auf Dich. Wir übernachten im Freizeitheim in Mehrbettzimmern. Im und ums Haus können wir gemeinsam spielen und Spaß haben. Eine Gemeinschaft von Gleichaltrigen bietet viele Möglichkeiten. Wir machen zusammen Ausflüge und Aktivitäten:
Lagerfeuer/ Stockbrot, Nachtwanderung/Schatzsuche, Stadt erkunden, Spiele-Abend, kreatives Gestalten, sportliche Spiele, Kreativ-Abend, Film drehen, Kino-Abend, Schwimmen, Wellness…

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